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Chinas Rettungsplan in Höhe von $1,4 Billionen: Kann er lokale Regierungen vor dem finanziellen Ruin bewahren?
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Die Entscheidung der chinesischen Regierung, diesen massiven Unterstützungsplan zu verabschieden, ist eine Reaktion auf die Herausforderungen, vor denen viele lokale Regierungen in China stehen. Sie haben erhebliche Schulden angehäuft, die es ihnen schwer machen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Um dieses Problem zu lösen, wurde den lokalen Regierungen im Rahmen des neu angekündigten Plans die Erlaubnis erteilt, ihre Schulden zu refinanzieren.
Die Schritte der chinesischen Führung sind in einer Zeit von entscheidender Bedeutung, in der sich die globale Wirtschaftslandschaft verändert, insbesondere durch die Wahl von Donald J. Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Trumps Äußerungen zur Einführung zusätzlicher Zölle auf chinesische Waren haben die Sorge vor möglichen Handelsspannungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten geweckt.
Die Herausforderungen, vor denen Chinas Wirtschaft in den letzten Jahren stand, waren vielfältig. Eine Abschwächung auf dem Immobilienmarkt, der historisch gesehen ein wichtiger Vermögenstreiber für chinesische Familien war, hat zu geringeren Verbraucherausgaben beigetragen. Die Eigenheimpreise sind in den letzten Jahren stetig gesunken, was zu einem Anstieg der Zwangsvollstreckungen und einer verringerten Wirtschaftstätigkeit in diesem Sektor geführt hat.
Darüber hinaus sind die lokalen Regierungen in China mit erheblichen Schulden belastet, die sie durch Kreditaufnahmen zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten und anderen Initiativen zur Förderung des Wirtschaftswachstums angehäuft haben. Die Covid-19-Pandemie verschärfte diese Schuldenstände noch weiter, da die Regierungen versuchten, die Wirtschaftstätigkeit durch eine erhöhte Kreditaufnahme anzukurbeln.
Trotz der zunehmenden wirtschaftlichen Herausforderungen zögerte die chinesische Regierung, umfassende politische Veränderungen zur Lösung der bestehenden Probleme umzusetzen. Traditionell bevorzugt Peking staatlich gesteuertes Wachstum gegenüber direkten Konjunkturmaßnahmen. Im September ergriff die Regierung jedoch entschlossene Maßnahmen, um Privatpersonen und Unternehmen eine höhere Kreditaufnahme zu ermöglichen, und signalisierte damit einen Kurswechsel.
Der kürzlich von China angekündigte Unterstützungsplan sieht Maßnahmen vor, die es der Regierung ermöglichen, in den nächsten Jahren zusätzliche Mittel aufzunehmen, um den finanziellen Druck auf die lokalen Regierungen zu verringern. Durch die Refinanzierung von Schulden mit hohen Zinssätzen können die lokalen Regierungen ihre Liquiditätslage verbessern und einen Teil der finanziellen Belastungen lindern, denen sie ausgesetzt sind. Ökonomen weisen jedoch darauf hin, dass diese Maßnahmen möglicherweise nur einen Teil der Gesamtschuldenlast der lokalen Regierungen decken.
Experten heben als eine der größten Herausforderungen die nicht offengelegten Schulden der lokalen Regierungen hervor, die in den offiziellen Haushalten nicht berücksichtigt werden. Der Internationale Währungsfonds schätzt den Wert dieser „versteckten“ Schulden als erheblich ein und stellt ein zusätzliches Risiko für die finanzielle Stabilität Chinas dar.
Victor Shih, Finanz- und Politikexperte an der University of California in San Diego, äußerte Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der aktuellen Maßnahmen bei der Lösung der grundlegenden Probleme der chinesischen Wirtschaft. Er weist darauf hin, dass die Initiative zum Schuldenumtausch zwar eine vorübergehende Erleichterung bringen könne, jedoch möglicherweise nicht ausreiche, um das Wirtschaftswachstum langfristig anzukurbeln.
Darüber hinaus betonte Wang Tao, ein führender Ökonom der UBS, dass die derzeitigen Maßnahmen die eigentlichen Ursachen des Schuldenproblems der lokalen Regierungen nicht grundsätzlich angehen. Zwar haben die jüngsten Konjunkturmaßnahmen kurzfristig für Erleichterung gesorgt, doch um die strukturellen Herausforderungen der chinesischen Wirtschaft zu bewältigen, ist eine umfassendere Strategie erforderlich.
Trotz der anfänglichen positiven Auswirkungen der Konjunkturmaßnahmen der Regierung auf den Aktienmarkt und das Wirtschaftswachstum bleiben einige Analysten hinsichtlich der langfristigen Wirksamkeit dieser Initiativen skeptisch. Larry Hu, Chefvolkswirt für China bei der Macquarie Group, weist darauf hin, dass die Konjunkturimpulse möglicherweise nicht ausreichen, um die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt anzukurbeln, und unterstreicht die Notwendigkeit umfassenderer Eingriffe.
Mit Blick auf die Zukunft werden die Ergebnisse der für nächsten Monat geplanten Zentralen Wirtschaftskonferenz Aufschluss über die künftige wirtschaftspolitische Ausrichtung der Regierung geben. Zwar sind möglicherweise weitere Konjunkturmaßnahmen in Sicht, doch die grundlegenden strukturellen Probleme der chinesischen Wirtschaft sind weiterhin ungelöst und erfordern einen umfassenderen Ansatz zur Bewältigung der langfristigen Herausforderungen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Chinas kürzlich angekündigter Unterstützungsplan in Höhe von $1,4 Billionen einen bedeutenden Schritt zur Bewältigung der wirtschaftlichen Herausforderungen darstellt, vor denen die lokalen Regierungen stehen. Es muss jedoch noch mehr getan werden, um die Ursachen der Schuldenlast anzugehen und langfristig ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern. Da China sich in einer komplexen Wirtschaftslandschaft zurechtfindet, werden strategische politische Entscheidungen für die Gestaltung der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein.
Über den Autor / Anna Munhoz
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